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Solarkraftwerk
News
Quelle: www.welt.de
BP bündelt erneuerbare Energien
Größter Ölkonzern Europas investiert acht Milliarden Euro in neue
Konzernsparte
Solarkraftwerk von BP Solar in Lubmin
Foto: dpa
Berlin - Europas größter Öl- und Gaskonzern BP will der weltweit führende
Anbieter von umweltfreundlicher Energie werden. Das kündigte Executive Director
Iain Conn bei der Gründung der neuen Konzernsparte "BP Alternative Energy" in
Berlin an. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) dankte bei seinem zweiten
öffentlichen Auftritt in diesem Amt dem britischen Konzern für seine
Vorreiterrolle. "Wenn wir die Erde für unsere Kinder und Enkel lebenswert
erhalten wollen, müssen wir hier und heute beginnen, unser Energiesystem
umzustellen."
BP hatte zeitgleich in London, Berlin, Brüssel, Washington und Peking die
Gründung des neuen Geschäftsbereichs angekündigt. Der Konzern will in zehn
Jahren acht Mrd. Euro in die Energieerzeugung aus Solarkraft, Wind, Wasserstoff
und Kraft-Wärmekopplung investieren. "Wir sind entschlossen, für eine um die
Umwelt besorgte Welt die Auswahl an verfügbaren Energien zu erweitern", sagte
BP-Chef Lord Browne: "Wir sind davon überzeugt, daß wir dabei auch gute Umsätze
erzielen können."
"Für uns waren die Worte "beyond petroleum" (jenseits des Erdöls) immer mehr als
nur ein Slogan", sagte der Aufsichtsratschef der Deutschen BP, Wilhelm
Bonse-Geuking: "Wir haben uns die Frage gestellt, wie ein Unternehmen mit fast
100jähriger Geschichte in 100 Jahren aufgestellt sein muß." Der Klimawandel
erzwinge den Umbau: "Der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur aufgrund
der steigenden Kohlendioxid-Emissionen ist das eigentliche Thema und nicht die
Knappheit fossiler Energieträger."
In den kommenden drei Jahren will BP Anfangsinvestitionen von 1,8 Mrd. Euro in
erneuerbare Energien stecken, sagte Browne: "Der Schwerpunkt wird auf der
Stromerzeugung liegen, weil diese mit über 40 Prozent die größte Quelle der
Treibhausgas-Emissionen darstellt." Deutschland werde vor allem vom Ausbau der
Photovoltaik profitieren. BP habe derzeit einen Weltmarktanteil von zehn Prozent
in der Stromproduktion aus Sonnenenergie. Die Wachstumsrate liege mit 30 Prozent
über jeder anderen Energieform.
Zu den Investitionen in die Wasserstoff-Technik gehört das erste kommerzielle
Projekt der Welt in Schottland, in dem Erdgas durch Abspaltung von Kohlendioxid
in Wasserstoff umgewandelt wird. Das Kohlendioxid wird zur Lagerung in leere
Erdölfelder gepumpt. Mit dem Wasserstoff wird ein neuartiges Kraftwerk
angetrieben, das 350 Megawatt "sauberen" Strom produzieren kann.
Auch die Windkraft will BP ausbauen. Geplant ist, "den ersten groß angelegten
Windpark der USA zu errichten". So verfüge BP in den dünn besiedelten Staaten
Utah und Wyoming große Flächen mit hohem Windaufkommen. Hier sollen bis 2007
Windparks mit 200 Megawatt Leistung entstehen. BP hat in den USA weitere
Standorte für Windkraftanlagen mit insgesamt 2000 Megawatt identifiziert. BP
Alternative Energy wird bei London angesiedelt und zunächst rund 2500
Mitarbeiter weltweit beschäftigen. dgw
weitere Infos:
Blockheizkraftwerk - Ökostrom -
Literatur Solarenergie
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