| Geheimer Anbau von Gen-Raps |
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GRÜNE verlangen Aufklärung
Als "Skandal erster Ordnung" kritisiert der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Martin Häusling, den in der vergangenen Woche bekannt gewordnen Geheimanbau von Gen-Raps in Hessen. Auf eine Anfrage Häuslings hin musste Umweltminister Dietzel (CDU) zugeben, dass in den Jahren 2000 und 2001 vom Bundessortenamt in Echzell, Riedstadt und in Adelshausen (Stadtteil von Melsungen) Freisetzungsversuche stattfanden, ohne dass die Öffentlichkeit darüber informiert wurde. Gentechnisch veränderter Raps kann sich nach Aussagen aller Experten über mehrere Kilometer hinweg mit anderen Pflanzen kreuzen. "Es ist untragbar, dass offensichtlich mit Unterstützung des Bundessortenamtes Versuche gemacht wurden, damit Saatgutfirmen in Hessen Vorbereitungen treffen können, um diese höchst umstrittenen Sorten zuzulassen. Die Affäre um den Gen-Reis aus den USA zeigt, dass schon in kleinem Maßstab durchgeführte Anbauversuche zu einer Belastung großer Mengen Reis führen", kritisiert Martin Häusling. DIE GRÜNEN wollen von Dietzel (CDU) nun wissen, welche Behörden in Hessen von diesen Anbauversuchen wussten und warum die Öffentlichkeit nicht vom Ministerium darüber informiert wurde. In Nordrhein-Westfalen hingegen ist dies geschehen. Zudem verlangen DIE GRÜNEN die standortgenaue Veröffentlichung der betroffenen Flächen und Information darüber, welche Firmen mit welchen Sorten die Anbauversuche durchführten. "Es zeigt sich wieder einmal, dass Bauern und Verbraucher von der Gentechnikindustrie vor vollendete Tatsachen gestellt werden sollen. Dabei wird billigend in Kauf genommen, dass gentechnischen Verunreinigungen bei Getreide, Obst, Gemüse und Honig auftreten können. Die gentechnikfreie Produktion von Lebensmitteln in Hessen wird damit systematisch untergraben." Häusling fordert, dass in Hessen weder gentechnisch veränderter Raps angebaut noch belastetes Saatgut in Umlauf gebracht werden darf. Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag Pressesprecherin: Elke Cezanne Schlossplatz 1-3; 65183 Wiesbaden Fon: 0611/350597; Fax: 0611/350601
Quelle: www.pressrelations.de
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