Ein Schatz, der gehoben werden muss
Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege hat heute in den Räumen der Handwerkskammer in Mainz die Regionalveranstaltung zum Thema "Heizen mit Erdwärme" eröffnet. Die Landesregierung hat zusammen mit den Handwerkskammern, den Industrie- und Handelskammern, der Architektenkammer, der Transferstelle Bingen und dem Landesamt für Geologie und Bergbau die Veranstaltungsreihe "Heizen mit Erdwärme" ins Leben gerufen, die sich an Hausbesitzer, Architekten und Planer wendet. "Angesichts drastisch gestiegener Energiekosten ist der bewusste Umgang mit E-nergie wichtiger den je. Eine besonders energieeffiziente Alternative zur konventionellen Verfeuerung von Brennstoffen ist die oberflächennahe Geothermie in Verbinung mit der Wärmepumpe," machte Staatssekretärin Kraege deutlich. Seine Umweltfreundlichkeit und Zuverlässigkeit habe dieses Verfahren längst in vielen Anwendungen unter Beweis gestellt und etabliere sich zunehmend als wichtiges Element einer zukunftsgerichteten Energieversorgung von Gebäuden. Nach Ansicht der Staatssekretärin werde Klimaschutz eine der großen Herausforderungen dieses Jahrhunderts sein. "Ganz entscheidend wird hier die künftige Energie-politik sein. Die Art und Weise, wie wir Energie erzeugen und verbrauchen, ist für 80 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Energiepolitik ist daher in ganz entscheidendem Maße Klimaschutzpolitik." Die Konsequenzen liegen für Kraege klar auf der Hand: "Wir müssen fossile Energie einsparen und die Energieeffizienz drastisch steigern. Hier gibt es viele Handlungsmöglichkeiten. Und eine der attraktivsten ist die Energie der Erde - als Wärmequelle mit Wärmepumpen genutzt oder direkt zum Kühlen verwendet. Ein großes Potential an Energieeffizienz im Vergleich zur konventionellen Verfeuerung von Brennstoffen steht darin bereit." Die Nutzung von Erdwärme bietet, so die Staatssekretärin, gleich mehrere Vorteile: - Erdwärme ist quasi unerschöpflich. Der im Erdboden befindliche Wärmevorrat erneuert sich, so dass wir uns um seine künftige Verfügbarkeit keine Gedanken machen müssen. - Erdwärme ist eine heimische Energieressource. Weder kommt sie aus politisch instabilen Regionen noch muss sie über weite Strecken mit hohem Kostenaufwand herantransportiert werden. Statt Öl aus Kuwait oder Nigeria, statt Erdgas aus Sibirien heißt es nun: Wärme aus dem eigenen Garten. - Die Nutzung von Erdwärme trägt zur heimischen Wertschöpfung bei und sichert Arbeitsplätze. Kraege: "Immerhin mehr als 70 Prozent der rheinland-pfälzischen Landesfläche sind so geothermisch sinnvoll nutzbar. Diesen Schatz wollen und sollten wir heben." Verantwortlich für den Inhalt: Stefanie Mittenzwei Kaiser-Friedrich-Str. 1 55116 Mainz Telefon: 06131-164645 Telefax: 06131/164649 e-mail: presse@mufv.rlp.de
Quelle: www.pressrelations.de
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