Wiederbelebung des Ölhafens geht in die entscheidende Phase |
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Pachtvertrag für Biodiesel-Produktion soll heute im Hause "Niedersachsen Ports" unterzeichnet werden.
Flüssigdünger, Magnesium-Chlorid, Biodiesel: Die Tanks am Südufer des Ölhafens werden demnächst wieder komplett genutzt.
Die vollständige Reaktivierung des Emder Ölhafens steht vor dem Abschluss: Heute soll ein Pachtvertrag mit einem Unternehmen unter Dach und Fach gebracht werden, das in Emden eine Biodiesel-Produktion aufbauen will.
Diese Ansiedlung ist nicht nur aus produktionstechnischer Sicht interessant. Sie wird sich auch auf die Umschlagszahlen auswirken (die Emder Zeitung
berichtete). Die Biodiesel-Anlage hat eine maximale Jahreskapazität von rund 430 000 Tonnen. Die Rohstoffe (Palmöl aus Asien und Methanol aus den Niederlanden) sollen per Schiff angeliefert und das Endprodukt ebenfalls auf dem Seeweg abtransportiert werden.
Die Produktion des Kraftstoffs erfolgt wie in einer herkömmlichen Raffinerie mit einer so genannten Prozessanlage. Die letzten beiden Tanks im Ölhafen, die zu den Erdölwerken Frisia gehörten, werden als Lager wieder in Betrieb genommen. Vorgesehen ist der Bau von vier weiteren Tanks mit einem Fassungsvermögen von jeweils 5000 Litern. Damit wird das Gelände, das lange Zeit eine Industriebrache war und über Jahre nur für den Umschlag von Flüssiggas genutzt wurde, wieder vollständig genutzt. Alle zwölf Tanks sind dann belegt.
Sieben Behälter nutzt die Firma F. Rellmann aus Buchholz in der Nordheide. Seit Mitte des Jahres 2004 lagert Rellmann dort Flüssigdünger aus dem Ostseeraum zwischen. Drei Tanks hat sich das Unternehmen NEDMAG Industries - Mining & Manufacturing" aus Veendam gesichert. Seit Sommer 2003 dienen die drei Behälter der Zwischenlagerung von Magnesium-Chlorid, das von Emden aus nach Übersee exportiert wird. Magnesium-Chlorid ist ein bitter schmeckendes Salz, das unter anderem der Enteisung dient, aber auch als Geschmacksverstärker (Bezeichnung: E 511) eingesetzt wird.
NEDMAG trat 2003 mit einem Ziel von bis zu 350 000 Tonnen Jahresumschlag an, Rellmann ging von rund 100 000 Tonnen Flüssigdünger aus. In beiden Fällen hatte das Emder Ingenieurbüro BOPS von Gerhard Borcherding
maßgeblichen Anteil am Zustandekommen der Ansiedlung.
25 neue Arbeitsplätze soll die Biodiesel-Produktion im Ölhafen nach Informationen der Emder Zeitung
schaffen. Und dieser Bereich hat weitere Perspektiven, denn in unmittelbarer Nachbarschaft, zwischen dem TDS-Verpackungswerk und dem EVAG-Autoterminal I auf dem ehemaligen Nordferro-Gelände ist eine zweite Produktionsanlage geplant, die allerdings auf Rapsöl-Basis arbeiten wird. Um dieser Produktionsstätte einen direkten Hafenanschluss zu gewähren, ist vorgesehen, die alte Flüssiggas-Umschlagsanlage zu reaktivieren und eine Pipeline zum Nordferro-Gelände zu schaffen.
Quelle: www.emderzeitung.de
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