Wärmeversorgung ist gesichert |
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Holzhackschnitzel aus heimischen Wäldern gibt es genug
JÜRGEN RAMMELT RHEINSBERG "Die Fernwärmeversorgung in Rheinsberg ist auch bei strengem Frost sicher", sagt Jürgen Siehl. Etwa 80 Prozent aller Haushalte würden vom Blockheizwerk mit Wärme versorgt. Natürlich könne man Havarien nicht gänzlich ausschließen, aber das sei eher der Ausnahmefall.
Der Geschäftsführer der Rheinsberger Stadtwerke zeigt sich optimistisch, dass auch die geplante Herstellung von Strom aus Holzhackschnitzeln der richtige Weg sei, um das Blockheizwerk wirtschaftlicher zu betreiben. Die Erlöse aus dem Stromverkauf sollen neben der Kredittilgung auch dazu dienen, die Preise für Fernwärme in Rheinsberg trotz der Gas- und Ölpreissteigerungen für die Kunden verträglich zu gestalten.
"Während wir jetzt 30 000 Kubikmeter Holzhackschnitzel benötigen, werden es später 54 000 bis 60 000 sein", informierte Siehl jüngst die Stadtverordneten. Er trat Befürchtungen entgegen, dass das Holz in den einheimischen Wäldern bald nicht mehr ausreichen könnte. "Auch das ist von Fachleuten analysiert worden", beruhigte der SWR-Geschäftsführer die Abgeordneten. Als eine Alternative zu den Hackschnitzeln kämen außerdem Raps- oder Pellets aus Sägespänen oder anderen Holzabfällen in Frage.
Siehl räumte ein, dass der Preis für Holzhackschnitzel auch auf den Fernwärmepreis Einfluss haben könnte. Immerhin müssten die Hackschnitzel mit Lkw aus dem Wald transportiert werden und diese brauchen zum Tanken Diesel. Bäume gäbe es genug, aber bereits heute würden die Transportkosten 25 bis 30 Prozent des Holzhackschnitzelpreises ausmachen.
Zur Energiemenge gefragt, meinte Siehl, dass sich die Wärmeerzeugung in Rheinsberg zwischen 31 500 und 33 500 Megawatt pro Jahr je nach Witterung eingepegelt habe. Damit stehe eine Größenordnung fest, mit der die Stadtwerke auch in Zukunft rechnen könnten. Das Stromeinspeisegesetz würde beim Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen und bei der Stromerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung für 20 Jahre einen Erlös von rund 19 Cent pro Kilowattstunde Strom garantieren, so Siehl.
Eine Rolle in der Diskussion der Abgeordneten spielten auch die Wasser- und Wärmeverluste. Auch hier konnte Siehl die geäußerten Bedenken entkräften. "Es gibt zwar Verluste, aber die sind durch das lange Leitungsnetz begründet", sagte der SWR-Chef. Immerhin würden sich im gesamten Rohrsystem 650 Kubikmeter und im Wärmespeicher noch einmal 800 Kubikmeter Wasser befinden.
Die Vorlauftemperatur würde durchschnittlich 75 Grad und die Rücklauftemperatur 56 Grad Celsius betragen. Das in den Jahren 1992 bis 1994 in Rheinsberg verlegte Fernwärmenetz bezeichnete Siehl als stabil.
Es sei damals nach den technisch geltenden Normen gebaut worden. So gebe es auch eine Leckwarnkontrolle, die bei einem Leitungsbruch das Orten des Fehlers erleichtert. Die Abschreibezeit für die Leitungen betragen laut Siehl 40 Jahre, so dass auch auf diesem Gebiet in absehbarer Zeit keine Ersatzinvestitionen zu erwarten sind.
Der Stadtwerkechef bekräftigte noch einmal, dass es bei allen Maßnahmen und Investitionen darum gehe, den Fernwärmepreis in Zukunft so ksotengünstig wie möglich für die Kunden zu gestalten.
Quelle: /www.maerkischeallgemeine.de
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