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 Home » Nachrichten » News
 

 

News Freitag, 02.07.2010 15:07

Geld sparen mit elektronischen Stromzählern

 

Wer wüsste nicht gern, wie viel Strom er gestern verbraucht hat oder ob es günstiger ist,



Wer wüsste nicht gern, wie viel Strom er gestern verbraucht hat oder ob es günstiger ist, die Waschmaschine am Nachmittag oder besser doch erst nach 22 Uhr zu starten? Doch die Höhe des Stromverbrauchs erfährt der Kunde nur einmal im Jahr mit der Endabrechnung. Ob die dicke Nachforderung nur an den gestiegenen Preisen liegt, oder ob wegen des riesigen neuen Flachbildschirms, der Setbox und dem täglichen Internetsurfen mehr Strom verbraucht wurde, weiß der Verbraucher meist nicht. Und auch wie man durch sein Verhalten dazu beitragen kann, Energie aus erneuerbaren Quellen effi zienter zu nutzen, ist vielen Stromkunden ein Rätsel.

In dem Projekt »RESIDENS - Effi zientere Energienutzung durch systemtechnische Integration des privaten Endabnehmers« untersuchen Forscher, wie Stromkunden motiviert werden können, Energie aus erneuerbaren Quellen effi zienter zu nutzen. In dem Projekt arbeiten Wissenschaftler der Technischen Universität Ilmenau, des Fraunhofer-Anwendungszentrum für Systemtechnik AST und des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau zusammen.

Doch die Stromkunden können Energie nur dann effi zienter nutzen, wenn sie informiert sind, wann sie wie viel Strom verbrauchen, und ob der Gebrauch von Öko- Strom auch ökonomisch interessant ist. Daher verwenden die Forscher »elektronische Stromzähler«. Die Geräte messen den Verbrauch und senden die gespeicherten Daten in nahezu beliebigen Zeitabständen zum Messdienstleister. »Die Smart Meter ermöglichen es, die Werte auf unterschiedliche Art und Weise auszuwerten«, erläutert Dr.-Ing. Peter Bretschneider vom AST. So lässt sich etwa der aktuelle Stromverbrauch anzeigen, oder was eine Kilowattstunde Strom kostet. Und der Verbraucher kann verfolgen, wie viel Energie er in einer bestimmten Zeit abgenommen hat. Dank der Smart Meter lässt sich monatlich der tatsächliche Verbrauch ermitteln. Der Stromzähler zeigt die aktuellen Tarife an. So weiß der Kunde, dass Strom in der Nacht besonders günstig ist und startet erst dann seine Waschmaschine.

Damit Stromkunden die neuen Möglichkeiten unkompliziert nutzen können, arbeiten die Experten auch an Anwendungen für das Webportal. Dort können die Nutzer auf einen Blick sehen, wie hoch die Stromkosten im vergangenen Jahr waren, wie viel Energie sie heute verbraucht haben und wie hoch die Stromkosten gestern waren. Außerdem lässt sich in der Jahresübersicht erkennen, in welchen Monaten man besonders viel elektrische Energie verbraucht hat. Die Tagesübersicht macht deutlich, um welche Uhrzeit der Stromverbrauch am höchsten war. Über das Portal erfahren die Nutzer aber auch, wann Öko-Strom günstig ist und wieviel CO2 bei ihrem aktuellen Verbrauchsverhalten entsteht. Dann entscheiden sich Stromkunden möglicherweise öfter, auf Energie aus erneuerbaren Quellen umzusteigen. »Smart Metering ist mehr als nur intelligentes Auslesen von Zählerdaten. Es umfasst das gesamte Spektrum von der Tarifi erung über die Zähler- und Kommunikationstechnologien bis hin zur Datenverwaltung und -aufbereitung«, betont Bretschneider.

Das Vorhaben gliedert sich in drei Teilprojekte: Zunächst untersuchen die Wissenschaftler, wie die Stromkunden energiepolitische Maßnahmen bewerten und welche energiebezogenen Verhaltensweisen sie haben. In der zweiten Phase prüfen die Experten, ob die Kunden den elektronischen Stromzähler annehmen. »Dabei sollen die Stärken und Schwächen der systemtechnischen Integration der Smart Meter sowie mögliche Verbesserungen aus Endabnehmersicht umfassend analysiert werden«, berichtet Bretschneider. Auf Basis der Ergebnisse aus den ersten beiden Untersuchungen wollen die Forscher dann die Kompetenz der Stromkunden im Umgang mit Smart Metern und Energieeffi zienz-Maßnahmen fördern.

Bildunterschrift: Smart Meter sind elektronische Stromzähler, die gemessene Daten speichern und in nahezu beliebigen Abständen zum Messdienstleister senden. (© Andreas Ingerl)



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