Vollversorgung mit erneuerbaren Energien bis 2050 |
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Wissenschaftler überreichen Studie für eine nachhaltige Energieversorgung
Eine neue Studie des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien (FVEE) zeigt, wie
sich bis zum Jahr 2050 eine zuverlässige, kostengünstige und robuste
Energieversorgung mit erneuerbaren Quellen in Deutschland erreichen lässt. Der
Sprecher des FVEE, Prof. Dr. Vladimir Dyakonov, hat diese heute
Bundes-umweltminister Dr. Norbert Röttgen überreicht. Röttgen: „Wenn wir unsere
Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien erreichen wollen, dürfen wir an
Zukunftsinvestitionen nicht sparen. Wir müssen die Forschung verstärken und die
Netze ausbauen. Die Studie belegt, wie sich diese Investitions- und
Ent-wicklungskosten langfristig lohnen, weil die Energieträger günstiger
werden.“ Die Ergebnisse werden in die Arbeiten zum Energiekonzept der
Bundesregierung ein-fließen.
Mit der Studie zeigen die Wissenschaftler, dass mit den entsprechenden
Forschungsan-strengungen und den fördernden politischen Rahmenbedingungen eine
Vollversorgung auf der Grundlage von erneuerbaren Energien bis Mitte des
Jahrhunderts möglich ist. Die Kosten für das nachhaltige Energiesystem liegen
langfristig unter denen von herkömmlichen Alternativen.
Weitere Ergebnisse der Studie: Bei der vernetzten Betrachtung aller wichtigen
Elemente des nachhaltigen Energiesystems, von der Bereitstellung über den
Transport und die Verteilung bis zur Energiedienstleistung, lässt sich die
Energieeffizienz erheblich erhöhen. Die gesamte Palette der Erneuerbaren hat ein
Potenzial, das um ein Vielfaches höher ist als der durch umfangreiche Maßnahmen
zur Energieeffizienzsteigerung deutlich gesenkte Gesamtenergiebedarf. Die
Vielfalt der Erneuerbaren in Verbindung mit Speichertechnologien gewährleistet
dabei, dass die Versor-gung jederzeit sichergestellt werden kann. Dazu muss auch
der Stromverbrauch über intelligente Stromnetze (smart grids) stärker an das
jeweilige Angebot von Wind und Sonne angepasst werden.
Für die Überbrückung längerer Phasen mit geringem Angebot erneuerbarer Energien
kann in Zeiten mit hohem Angebot der Strom aus Wind und Sonne in chemischen
Energieträgern gespei-chert und bei Bedarf ins Netz zurückgespeist werden.
Die Studie steht im Internet auf der Homepage des FVEE unter www.fvee.de zur
Ver-fügung, Rubrik Politik / Stellungnahmen.
Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderstraße 3, 10178 Berlin
Redaktion: Dr. Christiane Schwarte (verantwortlich) Thomas Hagbeck, Jürgen Maaß,
Frauke Stamer
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