Rußpartikelfilter Förderung fortgesetzt |
|
Nachrüsten für Klima und Gesundheit
Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) begrüßt, dass die Förderung der
Nachrüstung von Diesel-Pkw mit Rußpartikelfiltern weitergeführt wird. Ab dem 1.
Juni können Autofahrer wieder 330 Euro beantragen, wenn sie ihr Diesel-Auto mit
einem Partikelfilter nachrüsten. Nachrüstungen, die seit dem 1. Januar 2010
erfolgt sind, werden rückwirkend gefördert. Kritik äußert der VCD an der
Ausgestaltung der Rußpartikelfilter-Förderung für Transporter.
Heiko Balsmeyer, VCD-Verkehrsexperte: *Endlich ist der Zustand der Unsicherheit
vorbei, der bei vielen Diesel-Fahrern seit Beginn des Jahres herrschte. Die
Bundesregierung hat zwar im Dezember beschlossen, die Förderung zu verlängern.
Durch die verzögerten Beratungen zum Bundeshaushalt ist jedoch bisher nicht klar
gewesen, ab wann und in welchem Umfang gefördert werden soll. Dass die Förderung
nun fortgesetzt wird, ist ein wichtiges gesundheits- und umweltpolitisches
Signal, denn Rußpartikel sind krebserregend und beschleunigen zudem den
Klimawandel.“
Erfreut zeigte sich der VCD auch darüber, dass die Bundesregierung nun endlich -
wie im Koalitionsvertrag vorgesehen und im Dezember angekündigt - die
Filter-Förderung für Transporter umsetze. Allerdings bemängelt der Verband, dass
der Zuschuss auf Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen und analog zum Pkw auf nur 330
Euro beschränkt sei. Auch größere Nutzfahrzeuge bis 12 Tonnen müssten in die
Förderung einbezogen werden. Zudem seien die Kosten für die Nachrüstung bei
leichten Nutzfahrzeugen höher. Auf Kritik seitens des VCD stößt darüber hinaus,
dass Rußpartikelfilter für Transporter nicht rückwirkend gefördert werden
sollen.
Balsmeyer: *In Hannover und Berlin dürfen seit dem 1. Januar 2010 nur noch Autos
mit grüner Plakette die Umweltzonen befahren. Es ist unverständlich, warum nun
gerade Selbständige und kleinere Gewerbetreibende in diesen Städten, die sich
gesetzestreu verhalten und wegen der neuen Stufe der Umweltzone ihre Fahrzeuge
bereits umgerüstet haben, leer ausgehen sollen. Hier muss die Bundesregierung
dringend nachbessern.“ Auch sei die Fördersumme begrenzt. Nach wie vor nehme der
Bund aber über die Malus-Regelung für ungefilterte Diesel-Pkw Gelder ein. Diese
müssten auch künftig ein zu eins für die Nachrüstung von Partikelfiltern
verwendet werden.
In vielen Städten sind Umweltzonen und verschärfte Zufahrtsbestimmungen für
Dieselfahrzeuge bereits in Kraft oder geplant. Der VCD ruft alle Besitzer von
Dieselfahrzeugen auf, diese mit Partikelfiltern nachzurüsten. Wer jetzt schnell
handle und sein Fahrzeug nachrüste, entlaste damit Gesundheit und Klima, spare
Geld und könne in den meisten Fällen auch problemlos in die Umweltzonen fahren.
Außerdem erhöhe sich der Wert des Autos deutlich.
Anträge für die Förderung der Nachrüstung von Partikelfiltern können ab dem 1.
Juni 2010 ausschließlich online auf der Internetseite des Bundesamtes für
Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter www.bafa.de gestellt werden. Wer sich über die
Nachrüstmöglichkeiten verschiedener Hersteller informieren möchte, dem empfiehlt
der VCD seine gemeinsam mit dem Zentralverband des Kfz-Gewerbes erstellte
Partikelfilter-Datenbank. Sie ist im Internet unter
www.partikelfilter-nachruesten.de zu finden.
Bei Rückfragen: Anna Fehmel, VCD-Pressesprecherin * Fon 030/280351-12 * Fax -10
* presse@vcd.org * www.vcd.org
Ein gutes Bus- und Bahnangebot, mehr Platz für Fahrräder, spritsparende Autos,
mehr Sicherheit für Kinder: So sieht nachhaltige Mobilität für den Verkehrsclub
Deutschland aus. Um diese Vision zu verwirklichen, wurde der VCD e.V. 1986
gegründet. Seitdem haben umweltbewusste Menschen eine Alternative zu
herkömmlichen Automobilclubs und die Verkehrspolitik ein ökologisches Korrektiv.
Derzeit unterstützen 60 000 Menschen den VCD.
VCD - der einzige Verkehrsclub mit Klimaschutzfaktor
|