Intelligente Stromzähler im Netz der Zukunft
Auf der Hannover Messe 2010 stellt das neue Kompetenzzentrum E-Energy in Halle
13 die Modellregionen sowie die Begleitforschung des Programms vor. Intelligente
Vernetzung, Smart Grids und Smart Metering werden in der "Speakers Corner" vom
19. bis 22. April erläutert. Sechs Modellprojekte verknüpfen alle
energierelevanten Wirtschaftsaktivitäten auf der Markt- sowie auf der
technischen Ebene. Intelligente Energiesysteme ermöglichen dabei den Ausbau von
erneuerbaren Energien und höhere Energieeffizienz. Durch solche sogenannte
Intelligente Stromnetze (Smart Grids) können die Erzeugungsanlagen mit den
Einrichtungen der Stromnetze und den Endgeräten der Stromverbraucher
kommunizieren. Die Förderinitiative des Bundeswirtschaftsministeriums "E-Energy
- IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft" bündelt die deutschen Smart
Grid-Aktivitäten.
Seit Anfang des Jahres verpflichtet das Energiewirtschaftsgesetz bei Neubauten
und Sanierungen dazu, statt der bisher üblichen Stromzähler Smart Meter zu
installieren; die Versorger müssen bis Ende 2010 last- und zeitvariable Tarife
anbieten.
Die neue Technik erlaubt Kunden die direkte Kontrolle von Messdaten, Verbrauch
und Kosten. Doch Smart Meter können mehr, als Kosten zu sparen und die
Energieeffizienz beim Endverbraucher zu steigern. Kombiniert mit Zusatzmodulen
sind sie der Anfang vom intelligenten Stromnetz der Zukunft.
Die Energieversorger erkunden die neue Technologe in Pilotprojekten, um den
Nutzen für die Einbindung erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und
Tarifangebote zu prüfen.
Ziel ist es, mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien die
Energieversorgung zu optimieren sowie Versorgungssicherheit, Effizienz und
Klimaverträglichkeit zu verbessern. Intelligente Zähler sind ein wichtiger
Baustein eines intelligenten Stromnetzes, sie ermöglichen es Energieerzeugern
und -verbrauchern, vernetzt zu interagieren; die ungleichmäßigen Einspeisungen
von dezentralen, erneuerbaren Energiequellen können in einem solchen Netz
optimal genutzt und gespeichert werden, wenn Großkühlhäuser oder
Batteriefahrzeuge eingebunden werden.
Eine im Auftrag der Bundesnetzagentur erstellte Studie über intelligente
Strommessgeräte zeigt die Möglichkeiten zu Einsparungen, Steuerung und
Effizienzsteigerungen durch Smart Metering. Sie benennt die erforderlichen
technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für den erfolgreichen
flächendeckenden Einsatz dieser neuen Steuerungs- und Kommunikationstechnologie.
Sie optimiert die Netzeinbindung regenerativer Energiequellen,
Verbrauchssteuerung und fördert Energie- und Kosteneinsparungen für Verbraucher.
Der vom VDE erstellte Bericht erläutert die wesentlichen rechtlichen,
technischen und wirtschaftlichen Aspekte eines flächendeckenden Einsatzes
intelligenter Zähler sowie zeit- und lastvariable Tarife. Er empfiehlt
Mindestanforderungen für ein modulares, multisparten- und
multiverbraucherfähiges modernes Messsystem und eine Förderung des
Zähleraustauschs. Für eine intelligente Energie-Infrastruktur, Lastmanagement
und Fernablesung bilden Smart Meter die technische Grundlage. Ihr erfolgreicher
Einsatz in der Energiewirtschaft braucht rechtliche und technische Standards,
damit die Geräte uneingeschränkt (und untereinander kompatibel) funktionieren.
Weitere Informationen zur Förderinitiative E-Energy des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Technologie erhalten Sie unter www.e-energy.de . Ende März fand
in Amsterdam die "Smart Grids Europe 2010" Konferenz statt. Die Vorträge dieser
Veranstaltung sind auf www.e-energy.de verlinkt.
Den Bericht der Bundesnetzagentur „Wettbewerbliche Entwicklungen und
Handlungsoptionen im Bereich Zähl- und Messwesen und bei variablen Tarifen“, der
sich mit Voraussetzungen und Auswirkungen einer flächendeckenden Einführung von
„Smart Metering“ befasst, kann von der Internetseite heruntergeladen werden:
www.bundesnetzagentur.de
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