Kraftstoffe bleiben teuer |
|
Benzin, Diesel und Heizöl bleiben teuer
Keine Entspannung an der Preisfront für Mineralölprodukte erwartet die Deutsche
Postbank AG. "Der Preissprung der letzten Wochen war leider keine
Eintagsfliege", sagt Dr. Marco Bargel, der Chefvolkswirt der Bonner Bank. "Die
Verbraucher müssen sich darauf einstellen, dass die hohen Preise für Benzin,
Diesel und Heizöl bis zum Jahresende erhalten bleiben." Spekulationen über eine
Angebotsverknappung oder über mögliche Preisabsprachen der Mineralölkonzerne
erteilt Bargel aber eine Absage: "Für eine überzogene Erhöhung der Treibstoff-
und Heizölpreise sehe ich kein stichhaltiges Argument. Denn die Benzinpreise
haben sich in den letzten Wochen in etwa im Einklang mit den Rohölpreisen
verändert." So hat sich Rohöl der Sorte Brent zeitweise bis auf über 80
US-Dollar je Barrel verteuert und damit den höchsten Wert seit Jahresbeginn
erreicht. Für Verbraucher im Euroraum macht sich bei den Preisen für
Mineralölprodukte außerdem die jüngste Abwertung des Euro bemerkbar, da Rohöl
auf dem Weltmarkt in Dollar bezahlt wird.
Im vergangen Jahr hatten die rückläufigen Ausgaben für Mineralölprodukte einen
erheblichen Beitrag zur Stabilisierung der Kaufkraft privater Haushalte in
Deutschland geleistet. Die Gesamtentlastung belief sich auf rund elf Milliarden
Euro, das sind rund 0,7 Prozent des verfügbaren Einkommens in Deutschland. Da
die Einkommen 2009 nur um 0,4 Prozent gestiegen sind, war der Entlastungseffekt
durch niedrigere Preise für Mineralölprodukte deutlich spürbar. In diesem Jahr
müssen deutsche Privathaushalte voraussichtlich wieder mehr für
Mineralölprodukte ausgeben.
Bleibt der Ölpreis wie erwartet im weiteren Jahresverlauf auf aktuellem Niveau,
steigen die Ausgaben für Benzin, Diesel und Heizöl 2010 im Vorjahresvergleich um
rund sieben Prozent, das sind etwa drei Milliarden Euro. Sie lägen damit aber
immer noch deutlich unter den Ausgaben vor Ausbruch der Wirtschaftskrise. Bargel:
"Da wir in diesem Jahr mit einem Anstieg der verfügbaren Einkommen in
Deutschland um 1,8 Prozent rechnen, dürfte auch nach Abzug der höheren Ausgaben
für Mineralölprodukte noch ein signifikantes Plus an Kaufkraft für die privaten
Haushalte verbleiben."
Pressekontakt:
Hartmut Schlegel
+49 228 920 12103
Tipp:
Beteiligung am
Energieversorger
|