Gesetzliche Krankenversicherung |
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Preisunterschiede von 500 Euro im Jahr
Seit die ersten gesetzlichen Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben und andere
Prämien an ihre Mitglieder ausschütten, macht der Preisunterschied im Extremfall
500 Euro im Jahr aus. Das ermittelte die Zeitschrift Finanztest in ihrer
April-Ausgabe.
Sieben von zehn Kassen, die die Beiträge bereits erhöht haben, verlangen jeden
Monat einen Zusatzbeitrag von 8 Euro. Die BKK Heilberufe und die GBK fordern
hingegen 1 Prozent des Einkommens (bis zur Grenze von 3.750 Euro), das kann eine
zusätzliche Belastung von bis zu 37,50 Euro im Monat oder 450 Euro im Jahr
ausmachen. Auch die BKK Westfalen-Lippe erhebt den Zusatzbeitrag abhängig vom
Einkommen, deckelt ihn aber bei 12 Euro im Monat. Mitglieder der G&V BKK
erhalten hingegen nach einem Jahr 72 Euro zurück. Andere Kassen locken mit
Rabatten, wenn die Versicherten ihnen Arbeit beim Kassieren abnehmen und
entweder eine Einzugsermächtigung für den Zusatzbeitrag erteilen oder den
Extrabeitrag für 12 Monate im Voraus bezahlen.
Bisher sind rund 8,7 Millionen von rund 51 Millionen Mitgliedern der
gesetzlichen Krankenkassen von einem Zusatzbeitrag betroffen. Sie haben gute
Chancen, den Kosten durch einen Wechsel zu entgehen. Mehr als 50 Krankenkassen
haben zugesichert, in diesem Jahr keine Zusatzbeiträge zu erheben. Welche Kassen
das sind und welche Leistungen die einzelnen Krankenkassen bieten, kann im
Produktfinder Krankenkassen der Stiftung Warentest ermittelt werden, der unter
www.test.de/krankenkassen abrufbar ist und 3 Euro kostet.
Der Kassenwechsel muss allerdings nicht immer die beste Lösung sein. Wenn
Versicherte ein besonderes Versorgungsangebot wie beispielsweise homöopathische
Behandlungen wahrnehmen, kann es sich lohnen, trotz Zusatzbeitrag zu bleiben.
Der ausführliche Text findet sich in der April-Ausgabe der Zeitschrift
Finanztest und unter www.test.de/zusatzbeitrag
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