Solarwärme für Mehrfamilienhäuser wird gefördert |
|
Infokampagne "Solar - so heizt man heute" startet
Berlin, 23. Februar 2010. Aktuell günstige Förderprogramme und gesetzliche
Rahmenbedingungen machen die Installation einer Solarwärmeanlage auf
Mehrfamilienhäusern für Vermieter derzeit besonders attraktiv. Die
Bundesregierung fördert die Nutzung Erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung mit
400 Millionen Euro im Jahr. Ein Hausbesitzer, der sich jetzt entschließt, auf
einem Mehrfamiliendach Sonnenkollektoren zu installieren, bekommt bis zu 30
Prozent der Investitionskosten vom Staat geschenkt. Außerdem trägt die
Installation einer Solarwärmeanlage zur Steigerung des Gebäudewertes bei. Die
Anschaffungskosten können über einen Zeitraum von zehn Jahren anteilig
steuermindernd von der persönlichen Einkommenssteuer abgesetzt werden. Über die
Technik und rechtliche Rahmenbedingungen bei der Errichtung einer
Solarthermieanlage auf Mehrfamilienhäusern informiert die morgen startende
bundesweite Kampagne „Solar - so heizt man heute“, die vom
Bundesumweltministerium, dem Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie-
und Umwelttechnik e.V. (BDH) und dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar)
gefördert wird.
Rund die Hälfte aller Wohneinheiten befindet sich in Mehrfamilienhäusern, aber
nur wenige private Kleinvermieter haben bisher Sonnenkollektoren aufs Dach
montieren lassen. Ein Grund ist, dass viele Vermieter zu wenig über die Vorteile
von Solarwärme und die staatlichen Förderprogramme informiert sind. Große
Solarwärmeanlagen werden durch das Marktanreizprogramm des
Bundesumweltministeriums gefördert: Für Solaranlagen mit einer Kollektorfläche
bis einschließlich 40 Quadratmeter sind die Anträge beim Bundesamt für
Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu stellen, für größere Anlagen werden
zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschüssen durch die KfW-Förderbank vergeben.
Ansprechpartner ist in diesem Fall die Hausbank.
Vermieter haben die Möglichkeit, die jährliche Kaltmiete um maximal elf Prozent
der Anschaffungskosten zu erhöhen. Mieter sparen durch das solar erzeugte
Warmwasser bzw. solare Raumwärme Heizkosten. Zudem verbessert die Nutzung von
Solarwärme den Energieausweis eines Gebäudes.
„Bislang werden in Deutschland im Gegensatz zu Österreich nur wenige große
solarthermische Anlagen realisiert. Das liegt auch daran, dass sich viele
Vermieter noch nicht mit den Vorteilen von Solarwärme auseinandergesetzt haben“,
erklärt Cornelia Viertl, Referentin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz
und Reaktorsicherheit. „Die Kampagne stellt jetzt alle notwendigen Informationen
bereit. Auf dieser Grundlage können Vermieter sehr viel einfacher als bisher
größere Solaranlagen für ihre Gebäude planen und finanzieren.“
Produkt- und firmenneutrales Infomaterial für Vermieter steht unter
www.solarwaerme-info.de/downloads zum kostenlosen Download bereit. Unter
www.solarwaerme-info.de/bestellen kann die Broschüre „Solarwärme für
Mehrfamilienhäuser“ kostenlos angefordert werden.
Pressebilder unter www.solarwaerme-info.de/presse
|