Umweltminister Methling wirbt in Brüssel für Biomasse und Biokraftstoffe |
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'Der weitere Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien, und so auch die energetische Nutzung der Biomasse, ist fester Bestandteil der Klimaschutzstrategie des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Hieraus ergibt sich auch der unmittelbare Bezug zum Biomasseaktionsplan der EU-Kommission', sagte Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling gestern Abend (21. Februar 2006) in Brüssel anlässlich einer gemeinsamen Veranstaltung des Informationsbüros Mecklenburg-Vorpommern und des Informationsbüros des österreichischen Bundeslandes Steiermark zum Thema 'Aktionsplan Biomasse und Biokraftstoffe: Hilft das dem Klimaschutz und der Landwirtschaft?'. 'Den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien liefert zwar die Windenergie, die Steigerungsraten bei der Stromerzeugung aus Biomasse sind allerdings ebenfalls beachtlich. Anteilig ergibt sich für das Jahr 2004 bei der Nutzung fester Biomasse eine Steigerung um das 16-fache (12.555 auf 202.471 Megawattstunden) und bei Biogas auf das 29-fache (2.221 auf 64.967 MWh) gegenüber den Werten des Jahres 1997. Im Bereich der Biogasnutzung verzeichnen wir derzeit einen enormen Zuwachs bei der Beantragung von immissionsschutzrechtlichen Genehmigungen. Derzeit befinden sich 80 Anlagen im Genehmigungsverfahren bzw. im Probebetrieb. Zum vergleich: Im Juni 2005 waren 36 Anlagen im Land in Betrieb. Hier werden die bisherigen Prognosen voraussichtlich erheblich übertroffen. Allein auf der Basis der Richtlinie des Umweltministeriums zur Förderung von Klimaschutzmaßnahmen wurden in den Jahren 1997 bis 2004 immerhin Investitionen in Höhe von ca. 41 Millionen Euro ausgelöst.' Als Beispiele nannte Umweltminister Methling das Biomasse-Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung der Stadtwerke Neustrelitz, das Biomasseheizwerk mit Fernwärmeversorgung auf der Basis nachwachsender Rohstoffe des Diakonischen Zentrums Serrahn e.V. und die Biogasanlage mit Nahwärmenetz des Kompetenzzentrums Regio-Strom-Ivenack GmbH und der Gemeinde Ivenack. 'Neben den unmittelbaren Klimaschutzeffekten und der regionalen Wertschöpfung tragen diese Investitionen auch zur wirtschaftlichen Stabilisierung und Arbeitsplatzsicherung sowie zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen bei', so Prof. Methling. 'Eine weitgehende Unabhängigkeit von Energieimporten wird in zunehmendem Maße auch ein Standortvorteil für Investitionsentscheidungen sein. Die Landesregierung M-V wird daher ihre Anstrengungen für einen aktiven Klimaschutz in allen erforderlichen Politikfeldern fortführen. Der Aufbau von regionalen, regenerativen Energieversorgungsstrukturen kann nur in einer abgestimmten Strategie zwischen Biomasseerzeugung und der Schaffung von Versorgungsstrukturen gelingen. In Ivenack, Serrahn und Neustrelitz wird bereits gezeigt, mit welchen Maßnahmen in kleinen und größeren Versorgungsstrukturen und mit ganz unterschiedlichen Technologien Erfolge erzielt werden können. Im Bereich der Biokraftstoffe wird die Landesregierung gezielt Anwendungsprojekte sowie die Möglichkeiten für die Herstellung entsprechender Kraftstoffe unterstützen. Der verstärkte Einsatz von Biomasse im Kraftstoffbereich erfüllt geradezu klassisch die drei Säulen einer nachhaltigen Entwicklung: Die Folgen des Klimawandels werden gebremst, die Abhängigkeit von internationalen Ölmärkten wird reduziert, und in den Mitgliedstaaten entstehen zusätzliche Arbeitsplätze. Insbesondere der soziale Aspekt, die Schaffung von Arbeitsplätzen in der EU, wird jedoch nur dann erreicht, wenn die Interessen der einheimischen Erzeuger und die der EU-Handelspartner in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Es gibt bereits jetzt die Befürchtungen in Mecklenburg-Vorpommern, dass durch Billigimporte von Biokraftstoffen oder deren Vorprodukten der einheimische Markt zu sehr unter Druck gerät. Auch hier möchte ich die Kommission noch einmal bestärken, nach geeigneten und wirksamen Instrumenten zu suchen, damit die bisherigen erfolgreichen Bemühungen auf dem Gebiet der Biokraftstoffe in der EU kontinuierlich weitergeführt werden können.' Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern Schloßstraße 6 - 8 19053 Schwerin Telefon: 0385 588-8003
Quelle: www.pressrelations.de
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