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News Samstag, 17.11.2007 12:05

Rheinland-Pfalz und Saarland widersprechen GEO-Test zum Klimaschutz

 

Zu: "Was leisten die 16 Bundesländer für den Klimaschutz?" in GEO 12/2007



"Chance verpasst!" - so charakterisieren die Umweltministerin von Rheinland-Pfalz Margit Conrad und der Umweltminister des Saarlands Stefan Mörsdorf den "Test" der 16 Bundesländer, den die Zeitschrift GEO heute veröffentlicht hat. "In einer Sammlung von vor allem statistisch erhobenen Zahlen wird zwar Deutschland in seiner Struktur beschrieben, aber in der Bewertung finden die Bemühungen um den Klimaschutz in keinster Weise Widerhall", so Conrad und Mörsdorf. Die Studie hat keinen wissenschaftlichen Charakter, das stellen die Autoren sogar selbst fest, und ist für die Darstellung des Klimaschutzes vollkommen ungeeignet.

Zu Rheinland-Pfalz
Der Endenergieverbrauch ist Indikator für die Industriestruktur. Rheinland-Pfalz hat eine energieintensive Industrie und ein gutes Wirtschaftswachstum und liegt im Mittelfeld. Wenn die neuen Bundesländer deutliche Minderungen beim Energieverbrauch haben, dann ist dies weniger ein Erfolg des Klimaschutzes als die Folge des Zusammenbruchs der Industriestruktur. Abschaffung von Industrie würde bessere Werte bedeuten, kann aber kein Ziel von Klimaschutz sein. Vielmehr muss Energieeffizienz in den Betrieben das Ziel sein.

Wenn Rheinland-Pfalz beim Verhältnis Energieverbrauch zu Bruttoinlandsprodukt schlechter abschneidet als Baden-Württemberg und Bayern, liegt dies nicht an mangelnder energetischer Effizienz. Rheinland-Pfalz hat einen überdurchschnittlichen Anteil an produzierendem Gewerbe und Chemieindustrie während Bayern und Baden-Württemberg einen starken Dienstleistungssektor haben. Die in Rheinland-Pfalz sehr erfolgreiche und energieeffiziente Chemieindustrie verwendet Öl und Gas zusätzlich als Rohstoffe für ihre Produkte.

Während noch im Jahr 2000 in Rheinland-Pfalz ca. 4 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien gewonnen wurde, sind es heute ca. 12 Prozent - das zeigt, dass die Anstrengungen der Landesregierung, diesen Anteil bis 2020 auf 30 Prozent zu steigern, Erfolg zeigen.

Die vergleichsweise hohe Zahl von Kraftfahrzeugen in Rheinland-Pfalz liegt daran, dass es ein Flächenland ist und Zehntausende von Pendlern zur Arbeit fahren müssen. Klimarelevant ist nicht die Anzahl der Autos, sondern deren Verbrauch, also ihre sparsame Nutzung. Der im Test angeführte CO 2-Ausstoss ist für einen Ländervergleich ungeeignet - dies belegt Hessen, das in dieser Kategorie wegen des internationalen Flughafens Frankfurt auf dem letzten Platz landet.

Was der Test nicht sagt ist, dass die Rheinland-Pfälzer eifrige Nutzer von Bus und Bahn sind: über 20 Prozent hat das ÖPNV-Aufkommen seit 1990 zugelegt und im Schienenpersonennahverkehr gab es durch die Einführung des Rheinland-Pfalz-Takts eine Steigerung um 100 Prozent. Der Rheinland-Pfalz-Takt ist ein bundesweites Vorzeigemodell.

Beim Bau der Häuser der Zukunft, den Passiv- und Niedrigenergiehäusern, liegt Rheinland-Pfalz auf Platz 8 (KfW-Kredite). Die Landesregierung wirbt mit einer großen Energieeinsparkampagne dafür, dass mehr Hauseigentümer in energiesparende Gebäude investieren; ein eigenes 2-Millionen Euro-Förderprogramm für Neubauten im höchsten Standard wurde zusätzlich aufgelegt.

Auch ein anderes Zukunftsfeld, der Einsatz von Solarthermie und Wärmepumpen, hat Rheinland-Pfalz erfolgreich besetzt. Das ist sogar GEO aufgefallen (Platz 6). Rheinland-Pfalz ist Referenzregion für Geothermie. In diesem Monat geht in Landau ein industrielle Erdwärmekraftwerk ans Netz, das 500 Haushalte versorgt. Der Anteil der Biomasse hat eine starke Dynamik insbesondere bei Nahwärmenetzen.

Zum Saarland
Der "Erfahrungsbericht Indikatoren" der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Nachhaltige Entwicklung (BLAG-NE), der heute in Krickenbeck von der 69. Umweltministerkonferenz verabschiedet wurde, zeigt, dass absolute Faktoren wie Kohlenstoffemissionen sich nicht für einen Ländervergleich eignen, er macht nur die Unterschiede zwischen Bundesländern mit energieintensiver Industrie und Ländern mit energiearmen Anlagen und wenig Industrie deutlich.

So ist das Saarland Energieexportland und traditionell von Stahlindustrie geprägt. Die CO2-Emissionen können deshalb nicht mit denen ländlich geprägter Bundesländer verglichen werden. Dies gilt auch für die Biomasseproduktion, für die in dem am dichtesten besiedelten Flächenland die notwendigen Flächen fehlen.

Die dichte Besiedlung, insbesondere aber die hohe Eigenheimdichte, führen zwangsläufig zu höherem Energieverbrauch als das Wohnen in Mehrfamilienhäusern in Großstädten der übrigen Bundesrepublik.

Leider bleiben die Erfolge des Saarlandes bezüglich Solarenergie zum Beispiel in Ensheim und Göttelborn unberücksichtigt. Dies gilt auch für die Verstromung von Grubengas in Blockheizkraftwerken; hier ist das Saarland nicht nur bundesweit, sondern weltweit führend.

Obwohl der Wald anerkanntermaßen eine bedeutende CO2-Senke darstellt, bleibt die hohe Walddichte des Saarlandes im Bericht leider unberücksichtigt.

Dass die hohe Pkw-Dichte im Saarland nicht zwangsläufig zu den größten CO2-Emissionen auf dem Verkehrssektor führt, zeigt eine weitere Statistik: Hier liegt das Saarland nämlich an 6. Stelle im Vergleich der 16 Bundesländer.

Verantwortlich für den Inhalt:
Stefanie Mittenzwei
Kaiser-Friedrich-Str. 1
55116 Mainz
Telefon: 06131-164645
Telefax: 06131/164649
e-mail: presse@mufv.rlp.de

Mainz - Veröffentlicht von pressrelations




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