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News Montag, 17.09.2007 14:29

Verbraucherpreise August 2007:

 

+ 1,9% zum August 2006



Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland von August 2006 bis August 2007 um 1,9% gestiegen. Die Preisentwicklung bleibt damit auf einem stabilen Niveau. Im Vergleich zum Vormonat Juli 2007 verringerte sich der Indexstand um 0,1%. Die Schätzung für August 2007 aufgrund der Ergebnisse aus sechs Bundesländern wurde damit bestätigt.
 
 Die fast unveränderte Jahresteuerungsrate seit März 2007 resultiert im August 2007 aus gegensätzlichen Preisentwicklungen: So erhöhten sich unter anderem die Preise für das Bildungswesen (+ 28,7%) wegen der Einführung der Studiengebühren bereits im April deutlich. Auch die Preise für alkoholische Getränke und Tabakwaren (+ 3,8%), Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (+ 2,6%) sowie für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+ 2,4%) haben sich überdurchschnittlich entwickelt. Dagegen stiegen unter anderem die Preise für Nachrichtenübermittlung (+ 0,7%), Bekleidung und Schuhe (+ 0,9%) sowie für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (+ 1,2%) geringer als die Verbraucherpreise insgesamt.
 
 Die Energieprodukte (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) verteuerten sich im August 2007 im Durchschnitt um 0,8%: Während sich die Preise für Strom (+ 7,0%), Gas (+ 1,9%) und Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (+ 1,8%) erhöhten, verbilligten sich im Jahresvergleich sowohl leichtes Heizöl als auch Kraftstoffe um 7,6% beziehungsweise um 1,0%.
 
 Die Nahrungsmittelpreise stiegen im August 2007 gegenüber August 2006 um 2,5%. Erheblich teurer wurden bei Nahrungsmitteln vor allem Speisefette und -öle (+ 20,4%; darunter Butter: + 36,6%). Auch die Preise für Milchprodukte und Eier (+ 3,0%; darunter Vollmilch: + 11,5% und H-Milch:
 + 7,8%) sowie für Brot und Getreidewaren (+ 2,6%; darunter Brötchen: +
 5,2%) lagen deutlich über denen des Vorjahres. Obst verteuerte sich im Jahresvergleich um 3,7%, dagegen war Gemüse günstiger (- 1,3%).
 
 Der Preisrückgang von 0,1% gegenüber Juli 2007 ist auf gegenläufige Preisentwicklungen zurückzuführen: Während die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke sowie für Bekleidung und Schuhe leicht stiegen
 (jeweils: + 0,3%), gingen die Preise für Mineralölprodukte zurück (- 2,5%; davon Kraftstoffe: - 3,0% und leichtes Heizöl: - 0,5%). Geringere Preise als im Vormonat Juli 2007 waren auch für Pauschalreisen (- 2,1%) und Beherbergungsleistungen (- 1,5%) zu beobachten.
 
 Besonders auffällig war im August 2007 die Preisentwicklung bei einigen
 Nahrungsmitteln: Butter kostete 31,9% mehr als im Vormonat, dafür mussten die Verbraucher für Margarine als Substitut für Butter weniger zahlen (- 0,5%). Bei Milchprodukten gab es im August Preiserhöhungen für Speisequark (+ 3,5%), frische Vollmilch (+ 3,3%) und süße Sahne (+ 2,1%), die Milchpreise sind seit Jahresbeginn nunmehr um 8,4% gestiegen.
 Dagegen war ein saisonbedingter Preisrückgang bei Gemüse (- 4,3%;
 darunter: Kartoffeln: - 12,2%; Paprika: - 5,7%; Tomaten: - 3,3%) und Obst (- 1,9%; darunter Weintrauben - 18,4%) zu verzeichnen.
 
 Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im August 2007 gegenüber August 2006 um 2,0% erhöht. Im Vormonatsvergleich sank der Index um 0,1%. Die Schätzung vom 28. August 2007 wurde damit bestätigt.
 
 Detaillierte Informationen zur Verbraucherpreisstatistik bietet die Fachserie 17, Reihe 7, die im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen, Suchwort "Verbraucherpreisindex", kostenlos erhältlich ist.
 
 Eine methodische Kurzbeschreibung sowie weitere Daten und Informationen zum Thema bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.
 
 Weitere Auskünfte erhalten Sie über unsere Service-Nummer,
 Telefon: (0611) 75-4777,
 E-Mail: verbraucherpreisindex@destatis.de
 
 Wiesbaden - Veröffentlicht von pressrelations


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