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 Home » Nachrichten » News
 

 

News Donnerstag, 21.06.2007 11:25

Jeder vierte Hausbesitzer würde gern mit Solarwärme heizen

 

Bereits jedes zehnte Eigenheim nutzt Solarenergie / DIW: Heizkosten werden weiter steigen



 Berlin, Freiburg, 20.06.2007 - Solarwärme bleibt die beliebteste Wärmequelle der Deutschen. Zu diesem Ergebnis kommt die zur Branchenmesse INTERSOLAR vorgestellte, repräsentative Studie "Akzeptanz von Photovoltaik und Solarthermie in Deutschland 2007" des Bielefelder SOKO-Instituts. Demnach rangiert bei 27 Prozent aller Hausbesitzer die Solarthermie ganz oben auf der Wunschliste der Wärmeenergieträger, gefolgt von Erdgas mit knapp 26 Prozent, Bioenergie mit rund 25 Prozent und Erdwärme mit rund 10 Prozent. Im letzten Jahr wuchs die Nachfrage nach Solarwärme-Systemen nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) um rund 60 Prozent. Auch für die kommenden Jahre prognostiziert die Unternehmensberatung Roland Berger ein deutliches Marktwachstum, weltweit um jährlich über 20 Prozent. Wichtigste Marktöffner für die Solarenergie sind neben dem Klimabewusstsein erheblich gestiegenen Heizkosten.
 
 Das Deutsche Institut für Wirtschafsforschung (DIW) geht von weiterhin deutlich steigenden Heizkosten bei Öl und Gas aus. Da gegenwärtig darüber hinaus attraktive Förderkonditionen vom Staat gewährt werden, empfiehlt Bundes-umweltminister Sigmar Gabriel Verbrauchern, jetzt die Heizungserneuerung für den Einbau einer Solaranlage zu nutzen oder diese bei bestehenden Heizungsanlagen nachzurüsten. Gemeinsam mit der bundeseigenen KfW-Bankengruppe informiert der BSW-Solar kostenfrei und umfassend über die Internetadresse www.solarfoerderung.de rund um das Thema Solarenergie.
 
 Sigmar Gabriel: "Die Bundesregierung will den Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmesektor auf 14 Prozent bis zum Jahr 2020 steigern. Ich setze dabei auf das Marktanreizprogramm und das geplante Wärmegesetz. Kernelement des Gesetzes soll eine verbindliche Vorgabe zur Nutzung erneuerbarer Energien bei Neubauten und beim Heizungsaustausch in Altbauten sein. Ferner sollen die Grundsätze des Marktanreizprogrammes und sein Förderungsvolumen im Gesetz festgeschrieben werden. Die Details werden derzeit erarbeitet."
 
 Der Anteil von Eigenheimen mit eigener Solaranlage zur Solarwärme- und -stromerzeugung auf dem Dach ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und liegt laut SOKO-Studie jetzt bei über 10 Prozent. Erheblich zugenommen haben die Erwartungen in die Rentabilität von Solaranlagen. Mehr als die Hälfte aller Befragten glaubt, dass sich die Nutzung von Solarwärme für sie sehr gut oder gut rechne.
 
 Studien-Autor Dr. Henry Puhe kommentiert die Ergebnisse: "Noch nie waren die Bundesbürger besser über die private Energiegewinnung mit Hilfe der Sonne informiert. Das schlägt sich in der zunehmenden Kenntnis über die Förder-möglichkeiten und in einer erhöhten Investitionsbereitschaft nieder." Laut SOKO-Institut planen innerhalb der nächsten 24 Monate 6,4 Prozent aller Hauseigentümer die Anschaffung einer Solarwärmeanlage. Das sind besonders diejenigen, die noch mit Heizöl heizen und in Häusern wohnen, die nach 1980 errichtet wurden. Häufig geht die Planung mit einer anstehenden Änderung an ihrem Heizsystem einher. Wenn es in der Nachbarschaft schon einige Solaranlagen gibt, dann steigt die Investitionsbereitschaft signifikant auf 8,9% an. Gute Beispiele beschleunigen den weiteren Ausbau.
 
 Gefördert werden Solarwärmeanlagen unter anderem durch das Marktanreizprogramm der Bundesregierung. Für Solarkollektoren zur Warmwasseraufbereitung beträgt die Förderung in diesem Jahr 40 Euro je Quadratmeter installierter Solarkollektorfläche, mindestens jedoch 275 Euro. Bauherren von Solarkollektoren für die kombinierte Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung dürfen sich auf 70 Euro Förderung je Quadratmeter von Vater Staat freuen.
 
 Nach Verbandsberechnungen wurden 2006 500 Millionen Liter Heizöl durch Solarwärmeanlagen eingespart. Das entspricht dem Inhalt von 36.000 Tankfahrzeugen. Langfristig kann Solarwärme rund ein Drittel des deutschen Wärmebedarfs decken und Deutschland unabhängiger von teuren und unsicheren Energie-Importen machen.
 
 Der deutsche Solarthermie-Branchenumsatz betrug im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Euro. Die rund 5.000 deutschen Solarwärmeunternehmen beschäftigen ca. 20.000 Mitarbeiter. Über 1 Million Solarwärme-Anlagen sind auf deutschen Dächern installiert. Zu 100 Prozent regenerativ beheizte Solarhäuser haben sich am Markt etabliert. Auf der INTERSOLAR in Freiburg vom 21. bis 23. Juni präsentiert die Solarwärmebranche innovative Anlagenkonzepte für Privathaushalte und den mehrgeschossigen Wohnungsbau.
 
 Pressekontakt:
 Bundesverband Solarwirtschaft e. V.
 Dr. Sebastian Fasbender,
 Tel. 030 2977788-30,
 Mail: presse@bsw-solar.de
 www.solarwirtschaft.de
 www.solarfoerderung.de
 
 Berlin - Veröffentlicht von pressrelations


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