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News Mittwoch, 06.06.2007 14:58

Erneuerbare Energien schützen das Klima sofort

 

Schluss mit langwierigen Klimadebatten



Berlin, 5. Juni 2007 - Für den G-8-Gipfel in Heiligendamm zeichnet sich bisher keine gemeinsame Linie zum Klimaschutz ab. Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE) fordert deshalb eine Festlegung des G8-Gipfels über den weltweiten Ausbau Erneuerbarer Energien. „Erneuerbare Energien wie Wind, Sonne, Wasser, Biomasse oder Erdwärme vermeiden CO2-Emissionen. Sie schützen das Klima sofort und sichern unsere Energieversorgung. Die endlosen Zieldebatten im G8-Rahmen lenken davon ab, jetzt konkrete Maßnahmen in Gang zusetzen.“
 
 In allen G8-Staaten sind bereits Programme gestartet oder in Planung, den Anteil Erneuerbarer Energien zu erhöhen. Auch die USA setzen inzwischen auf Windenergie, Solar und Biomasse und entwickeln sich zum weltgrößten Markt für Erneuerbare Energien. Auch China und Indien haben klare Ausbauziele formuliert. Über 40 Staaten der Welt haben mittlerweile das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz kopiert. „Es ist einfacher, sich über Chancen zu verständigen, als über Beschränkungen, die am Ende doch wieder nicht eingehalten werden“, so Lackmann mit Blick auf den G8-Gipfel. Das macht Vereinbarungen über Emissionsminderungsziele nicht überflüssig. Das Beispiel Deutschland zeigt, dass intelligente Technologiepolitik der direkte Weg zu mehr Klimaschutz ist. „CO2-Einsparung ist in den letzten Jahren fast ausschließlich durch den Ausbau Erneuerbarer Energien erfolgt“, so Lackmann. Allein im letzten Jahr hat der deutsche Ausbau Erneuerbarer Energien im Strombereich siebenmal soviel CO2 eingespart, wie der gesamte Emissionshandel zwischen 2005 und 2007 in Deutschland.
 
 Erneuerbare Energien haben heute bereits einen Anteil am gesamten weltweiten Endenergieverbrauch von Strom, Wärme und Kraftstoffen von 20 Prozent. Nach der aktuellen Greenpeace-Studie „Energy Revolution“ können Erneuerbare Energien weltweit bis 2020 beispielsweise am Stromverbrauch rund 38 Prozent, bis 2030 gar 54 Prozent decken.
 
 „Deutschland kann einen bedeutenden Anteil am weltweiten Ausbau der Erneuerbaren Energien leisten und damit dazu beitragen, den Ausstoß von mehreren Milliarden Tonnen Kohlendioxid vermeiden. Wenn es globale Ausbauziele gibt, profitieren von der deutschen Technologieführerschaft dann nicht nur die deutsche Wirtschaft, sondern auch die Schwellen- und Entwicklungsländer. Denn eine verstärkte Nutzung Erneuerbarer Energien vermeidet einerseits weltweit CO2-Emissionen und macht gleichzeitig unabhängig von stetig teurer werdenden Energieimporten“, betonte Lackmann. „Die Umstellung auf Erneuerbare Energien ist keine Belastung für Wirtschaft und Verbraucher, sondern ein Gewinn. Wenn es uns gelingt, Klimaschutz als wirtschaftliche Erfolgsstrategie auch international herauszustellen, braucht man nicht auf den letzten Uneinsichtigen zu warten.“
 
 Für eine nachhaltige und sichere Energiezukunft sind zudem verstärkte Anstrengungen bei der Energieeffizienz notwendig, denn ein Großteil der weltweit in Kraftwerken, Fahrzeugen und Heizungen verbrauchten Energie könnte durch eine effizientere Nutzung eingespart werden. Die Antwort auf den weltweit ansteigenden Energieverbrauch liegt in einer Klima- und Energiepolitik, die konsequent auf den innovativen Einsatz regenerativer Energien und Energieeffizienz setzt. Hierfür sind zum Einen stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen für neue emissionsfreie Technologien notwendig. Zum anderen müssen die direkten und indirekten Subventionen für klimaschädliche Technologien durch volle Abwälzung der Umweltfolgekosten auf die Verursacher gestoppt werden.
 
 Pressekontakt für Rückfragen:
 Milan Nitzschke
 Tel. 05252-939 800
 
 Absender:
 Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
 German Renewable Energy Federation
 Teichweg 6
 33100 Paderborn
 Tel. 05252-939 800
 Fax: 05252-52945
 www.bee-ev.de
 
 Paderborn - Veröffentlicht von pressrelations


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