klimafreundlich mit Erdwärme |
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Bernhard: Heizen, Kühlen, Strom erzeugen
Mit der in der Erde gespeicherten Sonnenenergie können Häuser klimafreundlich und kostengünstig beheizt und gekühlt werden. Dies betonte Umweltstaatssekretär Otmar Bernhard heute in Unterhaching anlässlich der "Europäischen Geothermischen Jahrestagung 2007". Mit der in der Erde gespeicherten Sonnenenergie können Häuser klimafreundlich und kostengünstig beheizt und gekühlt werden. Dies betonte Umweltstaatssekretär Otmar Bernhard heute in Unterhaching anlässlich der "Europäischen Geothermischen Jahrestagung 2007". Bernhard: "Die geologischen Bedingungen für die oberflächennahe Erdwärmenutzung sind nahezu überall in Bayern günstig. Wer beim Hausbau die Speicherwärme des Bodens anstelle der herkömmlichen Ölheizung nutzt, spart fossile Brennstoffe und senkt so den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 um bis zu 80 Prozent. Gleichzeitig sinken die Betriebs- und Heizkosten bis zur Hälfte". Und als besonderes Plus gerade in Zeiten eines wärmer werdenden Klimas: Mit ein und derselben Anlage kann im Winter geheizt und im Sommer gekühlt werden. Mit Grundwasserpumpen kann die Raumtemperatur auf bis zu 12 Grad gesenkt werden - ganz ohne eine Energie und Geld verschlingende Klimaanlage. "Direkt unter u! nseren Füßen ist ein enormes Energiereservoir in Boden und Grundwasser gespeichert. Wer dies nutzt, macht sich praktisch unabhängig von steigenden Energiepreisen", so Bernhard. Der Einsatz von meist 20 bis 100 Metern tief gebohrten Erdwärmesonden und von Grundwasserpumpen ist abhängig vom jeweiligen Untergrund und der rechtlichen Genehmigungsfähigkeit. Welche Methode am besten ist, zeigen die Erdwärme-Nutzungskarten unter http://www.geologie.bayern.de/geothermie.html . Neben der "flachen" Geothermie ist Bayern in der glücklichen Lage, im Gebiet zwischen Donau und Alpenvorland einen weiteren, tief im Untergrund verborgenen Schatz zu besitzen - die heißen Thermalwässer im Malmkarst. Mit diesem kochend heißen Wasser wird das derzeit größte Geothermievorhaben Deutschlands in Unterhaching verwirklicht. Erstmals in Europa soll mit der sog. Kalina-Kraftwerkstechnik CO2-freier Strom und klimafreundlic! he Heizwärme aus tiefen Hydrothermalwässern erzeugt werden. Im Gegensa tz zu herkömmlichen Geothermiekraftwerken arbeiten Kalina-Kraftwerke schon ab Wassertemperaturen von 90 Grad Celsius rentabel. Bernhard: "Geothermie in Bayern boomt, nicht nur in Unterhaching. Schon heute befinden sich etwa zwei Drittel der in Deutschland erschlossenen Geothermieleistung in Bayern." Im Gebiet zwischen Donau und Alpenvorland wurden bis jetzt rund 100 Erlaubnisfelder zum Aufsuchen von tiefer Erdwärme beantragt. 80 davon konnten schon genehmigt werden, und sechs größere kommunale Anlagen zur Nahwärmeversorgung sind in Straubing, Erding, Simbach, Unterschleißheim, München-Riem und Pullach in Betrieb gegangen. Insbesondere der Großraum München könnte sich nach Ansicht Bernhards bis Ende 2010 zu einem der bedeutendsten Geothermie-Standorte Westeuropas entwickeln. Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz - www.stmugv.bayern.de München - Veröffentlicht von pressrelations
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