Elektroautos Elektrofahrzeuge
Elektroautos sind die eigentlichen Vorreiter unserer heutigen Autos. Der
Verbrennungsmotor kam erst 1875 zum Einsatz. Bereits 1839, also 36 Jahre vorher,
baute Robert Anderson in Aberdeen in Schottland das erste elektrisch
angetriebene Auto.
Das Speichern der Energie war eine der Schwierigkeiten. Die großen, schweren
Batterien erlaubten nur eine begrenzte Reichweite. Die langen Ladezeiten führten
dazu, dass das Auto mehr stand als fuhr. Für Busse wurden Oberleitungen
errichtet, die die Elektrizität permanent zur Verfügung stellten. Für PKWs
leider keine gängige Variante. Aber auch die Batterien wurden immer weiter
entwickelt, so dass das Elektroauto für Jedermann wieder interessant wurde.
Dazu kommt, dass die Elektroenergie aus regenerierenden Rohstoffen hergestellt
werden kann, aber der Vorrat an fossilen Brennstoffen bekanntermaßen begrenzt
ist. Der Umstieg auf andere Antriebsarten für Kraftfahrzeuge ist daher
unausweichlich.
Die Überlegung den Elektromotor wieder in der Entwicklung voranzutreiben,
entstand zu Zeiten des Golfkrieges mit seiner weltweiten Ölkrise. Neue
Batteriegenerationen, die die Zink-Kohle-Batterien vergessen lassen, und das
immer größer werdende Umweltbewusstsein sind weitere Gründe, sich wieder dem
Thema Elektroauto zu widmen.
VW brachte 1996
das Elektroauto Golf CitySTROMer mit 120 Stück heraus. Von 1996 bis 1999
versuchte auch General Motors mit dem EV 1 General Motors in Sachen
elektroangetriebenes Auto auf den Markt zu kommen. Mit 130 km/h, 140 PS und
einer Reichweite von 180 km ist das Käuferpotential begrenzt.
Tatsächlich wurde die Produktion mit der Begründung der mangelnden Nachfrage
wieder eingestellt. Allerdings wird vermutet, dass die Ölindustrie diese
Entscheidung gefördert hat. Auch dem Staat entgingen in erheblichem Maße
Mineralölsteuern, sollten sich Autos mit Elektroantrieb endgültig durchsetzen.
Die nahe Zukunft wird den
Hybridautos
gehören. Hier wird versucht, die Vorteile von Elektro- und Verbrennungsmotor zu
vereinen und dadurch deren Nachteile gegenseitig auszugleichen.
Während der Elektromotor durch seine Leistungen im Stadtverkehr besticht, wie
kein Schadstoffausstoß, geräuscharmer Lauf, kein Schalten notwendig und die
Fähigkeit, beim Bremsen einen Teil der Antriebsenergie zurückzugewinnen,
überzeugt das herkömmliche Auto durch seine Reichweite, schnelles und
unkompliziertes
Tanken, weitestgehende Temperaturunabhängigkeit und die bisher noch
erheblich höhere Nachfrage nach Autos mit Verbrennungsmotoren.
Außer den genannten zeichnen sich Elektromotoren durch weitere Vorteile aus. Der
Wirkungsgrad ist ausgesprochen hoch, der Energieverlust also sehr gering. Sie
sind einfach aufgebaut, kaum reparaturanfällig, benötigen wenig Ersatzteile und
haben eine ungewöhnlich lange Lebensdauer.
Alles spricht im Vergleich für das Elektroauto. Der einzige Haken ist immer noch
der Energiespeicher. Egal, ob Kondensator, Akkumulator oder
Brennstoffzelle,
keines dieser Medien erfüllt wirklich die der heutigen Zeit entsprechenden
Erwartungen, das heißt, die Reichweiten bis zum nächsten Aufladen sind zu kurz
und die Ladezeiten zu lang. Auch die Ladestellen selbst sind noch zu dünn gesät.
Haben Ende der neunziger Jahre Automobilbauer die Entwicklung etwas mutlos
eingestellt, ist das Interesse inzwischen wieder entflammt. Sowohl in den USA
als auch in Europa hat man erkannt, dass das Elektroauto das Auto der Zukunft
ist.
Kleine Stadt-Elektro-Autos gibt es bereits in beschaulicher Anzahl. Es geht
jedoch um die Entwicklung eines Autos, das die Reichweite,
Temperaturunabhängigkeit und Begehrlichkeit wie ein herkömmliches Auto erreicht.
Die hierfür in der Automobilindustrie angelaufene Forschung und Entwicklung
läuft auf Hochtouren und lässt einiges hoffen.
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