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Biodieselanlagen Biodiesel Kraftstoff |
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Biodiesel
An dieser Stelle erhalten Sie wichtige Informationen zum Thema Biodiesel. Als
herkömmliche Kraftstoffe sind Benzin und Diesel bekannt. Ein neuartiger
Kraftstoff ist Biodiesel. Er gehört zu den so genannten erneuerbaren
Kraftstoffen, da er aus Pflanzenölen und tierischen Fetten hergestellt wird.
Diese Rohstoffe kommen in der Natur ständig vor und reproduzieren sich auch
ständig. Dies ist der Unterschied zu herkömmlichen Kraftstoffen, die allesamt
aus Erdöl als fossilen Brennstoff gewonnen werden.
Am bekanntesten ist die Herstellung von Biodiesel aus der Rapspflanze. Da der
Samen der Rapspflanze einen Ölgehalt von 40 bis 45% hat, eignet sich dies
Pflanze besonders gut zur Biodieselherstellung. Auch die chemische
Zusammensetzung des Rapsöls ist optimal für die Umesterung zu Biodiesel.
Der auf den Feldern gereifte Raps wird geschnitten und zur Weiterverarbeitung
gebracht. Die Rapssaat wird zur Ölgewinnung in die Ölmühle gebracht und
zermahlen, sodaß das Öl, das so genannte Rüböl, aus den Samen austreten kann.
Biodiesel ist rein chemisch betrachtet ein Fettsäuremethylesther, welches aus
mit dreiwertigem Alkohol Glyzerin veresterten Fettsäuren besteht. In technisch
hochwertigen und speziell entwickelten chemischen Verarbeitungsanlagen wird
dieses Rapsöl "umverestert" zu Biodiesel. Von der Darstellung der chemischen
Reaktionsketten wird hier abgesehen.
Biodiesel zeichnet sich durch eine sehr gute Umweltverträglichkeit und der
minimalen Entstehung von Abfallprodukten bei der Herstellung aus. Aus diesem
Grund stellt Biodiesel auch einen Kraftstoff der Zukunft dar. Ein weiterer
Vorteil von Biodiesel ist, dass die bei der Herstellung anfallenden
Nebenprodukte weiterverwendet werden können, so als Futtermittel in der
Tierzucht. Dabei verwendet man den so genannten Rapsschrot.
Da reines Pflanzenöl als nicht naturgefährdend gilt, können beim Austreten von
Biodiesel keine Umweltschäden entstehen. Biodiesel enthält kein Benzol und keine
weiteren umweltschädlichen Aromaten.
Aufgrund bestehender Nachteile wird sich Biodiesel nicht so schnell im Einsatz
durchsetzen und auch in naher Zukunft werden fossile Kraft- und Brennstoffe
vorrangig im Einsatz bleiben. Biodiesel setzt eine große landwirtschaftliche
Nutzfläche voraus, da in großem Umfang Rapspflanzen angebaut werden müssen.
Außerdem muß die Schädlingsbekämpfung mit chemischen Mitteln erweitert werden,
um gesunde und ertragreiche Pflanzen zu erzeugen. Dies wiederum führt zur
Entstehung von Monokulturen und einer Belastung der Umwelt mit Pestiziden.
Die Verwendung von Biodiesel in der Kraftfahrzeugnutzung setzt allerdings eine
Vielzahl technischer Veränderungen voraus. Die meisten marktüblichen Fahrzeuge
sind derzeit nicht biodieseltauglich und müssen erst umgerüstet werden.
Biodiesel gilt als sehr gutes Lösungsmittel und führt bei nicht umgerüsteten
Fahrzeugen zur Zersetzung Treibstoffführender Dichtungen und Schläuche. Auch
Einspritzanlagen und Zylinderkopfdichtungen können beschädigt und zerstört
werden. Nach mehrjährigem Einsatz von Biodiesel in Pkws und Nutzfahrzeugen
können Defekte an der Kraftstoffpumpe auftreten, bis hin zum Funktionsverlust.
An der Beseitigung dieser Nachteile arbeiten Ingenieure und Techniker bei
MERCEDES BENZ und PORSCHE intensiv. Erkenntnisse zum Biodieseleinsatz sind
insoweit vorhanden, als daß Biodiesel gemischt mit herkömmlichem Diesel weniger
Schäden verursachen kann. Allerdings wird immer darauf hingewiesen, daß nur
umgerüstete Fahrzeuge mit Biodiesel betrieben werden sollten. Auch, wenn der
Motor selbst für Biodiesel umgerüstet wurde, so müssen auch die anderen
technischen Komponenten, wie beispielsweise Zusatzaggregate, wie Standheizungen,
auf Biodieselbetrieb umgestellt werden.
Diese Fakten, die mangelnde Aufklärung der Verbraucher durch die
Fahrzeughersteller und die recht kostenintensive Fahrzeugumrüstung führt dazu,
daß die Nutzung von Biodiesel derzeit recht gering ist. (en200y7) |
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